Archiv des Autors: salamithought

AfD verbieten oder lieber nicht?

Immer wieder macht irgendein Nazi in der AfD Nazisachen und jedes Mal schafft es für 1-2 Talkshows das Thema eines Parteiverbots in den öffentlichen Diskurs, mit gespaltenen Meinungen über politische Lager hinweg. Als Kommunist*innen ist diese Partei natürlich eine unserer schärfsten Feinde in diesem Land, doch unter uns herrscht Apathie und wenig Einigkeit zu diesem Thema. Auch wenn die Verbotsdebatten bisher ins Nirgendwo geführt haben und wahrscheinlich auch auf längere Zeit werden, halte ich es für eine gute ideologische Übung, sich einmal die verschiedenen hervorgebrachten Argumente anzuschauen und zu dekonstruieren.

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Im Osten Nichts Neues: 4 Jahre Ukraineinvasion

5 Tage nachdem das russische Militär im Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert war, prophezeihte die liberale europäische Propaganda ein Scheitern des Angriffs und einen unweigerlichen Sieg der Ukraine. Entgegen dieser vorherrschenden Meinung hatte ich damals einen Artikel verfasst, um die damalige Lage anhand historischer Beispiele zu relativieren. Viele Faktoren, die ich damals nur spekulativ behandeln konnte, sind in 4 Jahren Stellungskrieg zu konkreten Fakten geworden, sodass ich Fragen aus dem damaligen Text jetzt endlich beantworten kann. Bevor wir beginnen, möchte ich noch einmal anmerken, dass mein einziges politisches Interesse an diesem Krieg in der Arbeiter*innenklasse liegt, die dort in Osteuropa für nationales Kapital verheizt wird. Mein einziger Wunsch ist ein Ende der Kämpfe, ungeachtet der „territorialen Integrität“ oder des Fortbestands der jeweiligen Staaten. Die hier verfasste Analyse des Kriegsverlaufs hat für mich also nur historischen Wert, keinen militärischen.

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Kommunismus üben

Die revolutionäre Aufgabe ist überraschend simpel: Wir müssen durch Bildung unter uns Arbeiter*innen ein Klassenbewusstsein schaffen, und durch Organisierung dieses Bewusstsein in den aktiven Klassenkampf lenken. Die kapitalistischen Mittel, diese politische Arbeit zu unterbinden, sind Propaganda und Vereinsamung, die uns spalten sollen und verzweifeln lassen. Beides zu überwinden erfordert, noch mehr als Ressourcen und Waffen, die radikale, liebevolle Auseinandersetzung mit unseren Mitmenschen und uns selbst. Dieser Tage herrschen Angst und Misstrauen, doch wer vor ihnen kapituliert, kann sich niemals Revolutionär*in schimpfen. Heute möchte ich also einige konkrete, praktische Übungen vorschlagen, die auf primitivste Weise Wirkung entfalten sollen, in unserer politischen Arbeit freier und mutiger zu werden. Ihr könnt jede einzelne von ihnen heute noch ausprobieren und davon profitieren, egal ob ihr schon lange organisiert seid oder noch zögernd in der individualistischen Isolation lebt. Die Wenigsten von uns werden bereits alle individualistischen Reflexe aus unserer kapitalistischen Erziehung überwunden haben, die es radikal abzugewöhnen gilt.

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Ist das Grundgesetz antifaschistisch?

Mein erstes deutsches und bayrisches Grundgesetz erhielt ich als kostenloses Geschenk des Kultusministeriums im Sozialkundeunterricht der 8. oder 9. Klasse des Gymnasiums. Über die berühmten Grundrechte, angeführt von der Unanstastbarkeit der Menschenwürde, haben wir wahrscheinlich sogar eine Prüfung geschrieben. Als ich später an der Volkshochschule meine Mittlere Reife nachholte, bekam ich dort meine zweite Ausgabe dieser selben Verfassung. Beide sind aus meinem Besitz verschollen, und doch ist das deutsche Grundgesetz allgegenwärtig: Liberale halten es als Bollwerk des Antifaschismus und Lehre aus der Vergangenheit hoch, Schüler*innen müssen im Geschichtsabitur die Relevanz der Grundrechte erörtern, politische Parteien werden nach ihrer Verfassungstreue bewertet und ohne die Verfassung gäbe es keine Demokratie.

In der Fiktion des geläuterten Nazideutschlands auf dem Weg zum Bollwerk der Menschenrechte ist das Grundgesetz das zentrale Propagandadokument, auf das wir bereits als Schulkinder unter dem Deckmantel der Bildung eingeschworen werden. Wir alle können gebetsartig von der Unantastbarkeit der Menschenwürde und den Lehren aus dem Nationalsozialismus schwärmen, doch die wenigsten Verfassungsfans können auf spontane Nachfrage überhaupt Artikel 2 oder einen anderen der insgesamt 146 Stück zitieren.

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Atombomben auf Deutschland?

Lesezeit: ~10 Min

Anmerkung: Dieser Text begann vor etwa einem Jahr als Kapitel meines Buchs „Leistungsverweigerung!“, fiel dann jedoch der notwendigen Kürzung zum Opfer, ohne die ich nie zur Veröffentlichung gekommen wäre. Gerade aufgrund der hohen Relevanz dieses spezifischen Themas für mich wollte ich dazu mehr Recherchieren, Nachdenken und Sagen, als sinnvoll in den Aufbau des Buchs gepasst hätte.

Kaum eine Erfindung hat die Menschheit wohl mehr verändert als die Entdeckung der Kernspaltung 1938, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Die theoretische Erkenntnis, dass die Spaltung von Atomkernen Energie freisetzt, stürzte die damaligen Großmächte in ein wissenschaftliches und industrielles Wettrennen, dafür praktische Anwendungen zu finden. Schafft man es, mit der Kernspaltung eine Kettenreaktion auszulösen, wird damit ungeahnt viel mehr Hitze frei, als durch jeden anderen uns zugänglichen Prozess. Die meiste unserer Stromerzeugung funktioniert nach dem Prinzip, Wasser unter Einsatz verschiedener Brennstoffe wie etwa Gas, Öl oder Kohle zu erhitzen. Der dadurch entstehende Dampf treibt Turbinen an, deren Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird, wie bei einem Generator. So war die erste logische Anwendung von Kernspaltung, radioaktive Stoffe wie etwa Uran als Brennstoff einzusetzen, was ab 1942 mit dem ersten Atomreaktor der Welt in Chicago experimentell erfolgreich umgesetzt wurde.

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Depresiong

Alles tut weh
Winter ade
Lebenswille wie Schnee

Alle denken ich wäre lustig
Dabei bin ich traurig

Ich verberge den Schmerz
Mit einem Scherz

Sie sagen es wird alles okay
Doch alles tut weh

Ich wache auf
Und der Schmerz ist da
Weil ich ohne Screentime
Nachgedacht hab

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Die Marsmenschen

Die marsmenschen, sie kamen herab
Und schauten sich den Scheiß hier an
Am Ende ihres gutachtens
sprachen sie im fernsehen dann

“hallo ich bin golgotron
der boss von dem roten planeten
zu beginn muss ich zugeben
wir haben euch lang zugesehen

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Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

Content Notes: Rassismus, Mord, Polizeigewalt, Lynching

Make sure you have a great day, be the spark, and make sure to spread kindness.”

– Ryan Gainer, 2008 – 2024

Jordan Neely wird am 18. Dezember 1992 in New York City geboren. Der zurückhaltende Schwarze Junge spielt in der High School mit Begabung Fuß- und Basketball, doch seine wahre Passion gilt dem Tanz. Bereits in seiner Jugend beginnt er, auf den Straßen der Stadt den Popstar Michael Jackson zu imitieren, wofür er lokale Bekanntheit erlangt. Als er gerade einmal 13 ist, wird seine Mutter von ihrem Partner ermordet, während Jordan im Haus ist. Dieses unvorstellbare Trauma veränderte den Jungen, der fortan an psychischen Problemen litt. Es dauert fünf Jahre, er war mittlerweile volljährig, bis es zum Prozess gegen den Mörder kam, bei dem er aussagen musste. Im Tanz versuchte er Ablenkung zu finden. Seine Präzision und Professionalität macht Eindruck auf andere Straßenperformer*innen und Tänzer*innen. Gelegentlich tritt er auch bei Veranstaltungen, z.B. Kindergeburtstagen als Michael Jackson auf. Sein weniges Geld investiert Jordan in möglichst originalgetreue Outfits seines Vorbilds, um seine öffentlichen Darbietungen noch authentischer gestalten zu können. Mit dem Aufkommen von Videostreaming und Smartphones ab 2007 schaffen es Performances von Jordan Neely auch immer wieder ins Internet, sodass seine Tanzkunst einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich wird.

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Mein Manifest „Leistungsverweigerung!“ out now!

3 Jahre lang angekündigt, jetzt ist es soweit: Ab sofort könnt ihr kostenlos online mein Buch „Leistungsverweigerung – Ein Manifest gegen die Imperialistische Gesellschaft“ lesen.

(Mirror Download auf archive.org)

Physische Exemplare könnt ihr nur in Person bei Lesungen von mir gegen Spende bekommen, also haltet die Augen nach Terminen offen. Das Anti-Copyright erlaubt euch jedoch ausdrücklich, gerne eure eigenen Exemplare zu drucken. Freue mich über alle, die es lesen!